Archive für Beiträge mit Schlagwort: Familie

Am Samstagabend hatten wir unser am Niederrhein weit bekanntes Feuerwerk. Es war voll am Rhein von Menschen. Während des Feuerwerks beobachtete ich, dass viele Menschen um mich herum weinten. Sie waren alle gerührt. Haben ihren Gefühlen mal freien Lauf gelassen. Es tut gut. es sollte öfters ein romantisches Feuerwerk stattfinden um den Panzer der Gefühlsabwehr für ein paar Minuten abzuschalten.
Auch mir ging es nicht besser. Wobei ich solche Gefühlreaktionen fast täglich habe. Auslöser ist meist mein Gewissen. Mache ich es allen Menschen die ich liebe und die mich lieben recht? Es ist ein Makel von mir, welcher mich belastet. Zum Beispiel meine Kinder. An diesem Tag wollten sie mit zum Feuerwerk. Es hat mich fast zerrissen, dass ich ihnen abgesagt habe. Wenn ich mit meinen Kinder etwas unternehme, habe ich anderen Menschen gegenüber ein schlechtes Gewissen. Ich weiß, dass man sich nicht teilen kann, dass ich auch sehr wenig Zeit für mich habe. Täglich leide ich unter diesem Schmerz. Trotzdem freue ich mich, dass ich lieben darf und dieses Gefühl von vielen zurück bekomme. Es baut mich auf weiter zu machen, gleichzeitig macht es mich kaputt. Ständig versuch ich einen Mittelweg zu finden, dass eine gewisse Balance herrscht zwischen Aufbau und Zerstörung. Wie schon öfters beschrieben, besitze ich wohl eine zu naive Gefühlswelt, aber eine ehrliche.

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Am heutigen sommerheißen Mittwoch, habe ich einen wunderschönen Nachmittag mit meinen Kindern verbracht.
Wir waren in einem Eiscafe und haben uns das Neueste erzählt. Zum Beispiel, dass sie heute morgen Minigolf spielen waren, zum ersten Male in ihrem Leben.
Es ist schön, nach der langen, quälenden Zeit der Kindesentfremdung unsere Beziehung zueinander wieder auf ein vernünftiges Fundament zu stellen. Selbst meine Tochter, die sich stark von mir abwande, sucht immer mehr meine Nähe, auch Körperkontakt.
Ich hoffe für uns alle, dass es nicht wieder zu einem Abriss unserer Kontakte kommt.

Lena fragte mich, das macht mich immernoch sehr nachdenklich, ob ich wenn ich im Paradies bin ( alsoTod ), weiterhin auf sie aufpassen würde. Es wäre ja schließlich meine Pflicht als Vater.
Obwohl ich Atheist bin, beantwortete ich ihre Frage mit ja.

Dann kamen die Kinder auf die Idee, mir ihr Geheimplatz zu zeigen.
Ein Rückzugsplatz für die Beiden, wenn sie traurig sind. Ich habe vom Weg dorthin und vom Platz ein paar Fotos geschossen.

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Kinder sind neugierg, wollen vielles wissen.
Oft sind wir Erwachsenen mit der Beantwortung von Fragen überfordert.

Hier eine kleine Geschichte hierzu aus dem Netz.

Was ist Politik?
Der fünfjährige Sohn fragt seinen Vater, ob er ihm erklären kann, was Politik sei. Der Vater meint: „Ich versuche Dir das mal so zu erklären: Nehmen wir zum Beispiel unsere Familie: Ich bringe das Geld nach Hause, also nennen wir mich Kapitalismus. Deine Mutter verwaltet das Geld, also nennen wir sie die Regierung. Wir beide kümmern uns fast ausschließlich um dein Wohl, also bist Du das Volk . Unser Dienstmädchen ist die Arbeiterklasse und dein kleiner Bruder, der noch in den Windeln liegt, ist die Zukunft. Hast Du das verstanden?“ Der Sohn ist sich nicht ganz sicher und möchte erst mal drüber schlafen.

In der Nacht erwacht er, weil sein kleiner Bruder in die Windeln gemacht hat und nun schreit. Er steht auf und klopft am Elternzimmer, doch seine Mutter liegt im Tiefschlaf und lässt sich nicht wecken. Also geht er zum Dienstmädchen und findet dort seinen Vater bei ihr im Bett. Doch auch auf sein mehrmaliges Klopfen hin lassen die beiden sich nicht stören. So geht er halt wieder ins Bett und schläft weiter.

Am Morgen fragt ihn der Vater, ob er nun wisse was Politik wäre und es mit seinen eigenen Worten erklären könne. Der Sohn antwortet: „Ja, jetzt weiß ich es. Der Kapitalismus missbraucht die Arbeiterklasse während die Regierung schläft. Das Volk wird total ignoriert und die Zukunft ist voll Scheisse!“

Ich befürchte, der kleine Junge hat schnell das System der Politik verstanden.
Learning by doing.

Moniqueist nun fast auch erledigt.
Nachdem ich erst um glaube halb zwei ins Bett bin bin ich um halb sechs wieder wach geworden. Habe wieder irgendein müll geträumt.
Nach dem frühstücken bin ich eingeschlafen, bis mein Schatz schimpfend mich aus dem Bett gescheucht hat.
Man merkt ihr die Schwangerschaft an. Sie ist anhänglicher, launischer und auch oft sehr ungeduldig.
Wesenszüge, die sie fast zu einen fremden Menschen für mich macht, weil ich es so einfach noch nicht mal ansatzweise kenne.
Was mir etwas Sorgen macht ist ihre leichte Depression heute. Ich habe schlechte Erfahrungen mit ausufernden Schwangerschaftsdepris. Schmerzen hat sie mittlerweile nicht mehr.
Man kann sogar schon einen kleinen Bauchansatz sehen

Monster hat morgen Geurtstag und wird bereits fünf Jahre alt

Dafür, dass sie meine Stieftochter ist, hat sich im Laufe der Zeit eine schöne Beziehung zwischen uns entwickelt.
Einen Tag lang hat sie mich sogar Papa genannt. Na ja, hat sich aber wieder erledigt.

 

 

 

 

 

Lena

Ich bin froh.
Nach dem Gezerre der letzten Monaten scheint es in der Beziehung zu meinen Kids Deniz (10) und Lena (8) wieder nach der versuchten Kindesentfremdung aufwärtszugehen. Zumindest bei meinen Kindern.

Wie schaut´s bei mir aus?

Ich vermiss sie, wenn sie nicht bei mir sind. Wenn ich bei ihnen bin, weiß ich nicht so recht wie ich mich verhalten soll. Es ist ja kein Kinder/Vater Verhältnis mehr so wie ich es kenne. Es tritt mehr das freundschaftliche Verhältnis in den Vordergrund bei meinen Kindern. Ich muss damit irgendwie klar kommen, was schwierig für so einen konservativ erzogenen Bengel wie mich ist.
Mittlerweile beschweren sich die Beiden, dass ich zu wenig Zeit mit ihnen verbringe.

Sie wollen mehr von mir. Sträube ich mich innerlich dagegen?

Deniz

Sie wollen mehr mit mir unternehmen, schmusen, was die Mutter wohl kaum mit ihnen tut.
Lena wünscht sich auf meinem Bauch einzuschlafen, ganz so wie sie es als Baby getan hat.
Schön, dass sie sich daran erinnern kann, Noch schöner, dass sie es immer noch möchte.
Deniz hat immer noch schulische Probleme die massiv sind. Auch hat er Schwierigkeiten im Umgang mit anderen Menschen.
Vor ihrer Mutter habe sie mächtigen respekt, da sie streng ist. Vor mir, weil ich mich auf ihre Ebene stelle.

Leider wollen beide noch nicht recht zu mir nach Hause kommen, da sie immer noch nicht mit meiner Beziehung zu
meiner Lebensgefährtin klar kommen.
 

Na ja, ist noch eine Baustelle, wie viele andere und an diesen kann man arbeiten.

Alex Cretu aus Bukarest bot seine Frau für 4 Millionen Pfund auf einer Webseite für Gebrauchtwagen an, um sie schneller zu verkaufen senkte er später den Preis auf 3000 Pfund.

Seine Werbespruch auf der Seite http://www.okazii.ro war: „Ehefrau zu verkaufen, Baujahr 1983, guter Zustand, kommt mit drei und fünf Jahre alten Zubehör, nur ernste Angebote.
Alex sagte dass er die Nörgelei seiner Frau satt hatte und sie deswegen anbot.

Quelle: Ananova.com

Eines Tages bekam ich nach einem Workout starke Kopfschmerzen.
Vermutlich war mein Nacken extrem verspannt.
Eine Massage und ein heißes Bad holfen nicht.
Abends versuchte ich mich in meinem Lieblingssessel zu entspannen.
Deniz und Lena, damals 5 und 3, bekamen mein Leiden wohl mit.
Die Laune des Papa´s war ja auch nicht die Beste.
Beide versuchten leise zu spielen in meiner Nähe.
Ich schloss die Augen und litt leise vor mich hin.
Plötzlich verspürte ich einen dumpfen Schlag auf dem großen Zeh des rechten Fußes,
der überging in einen quälenden, pochenden Schmerz.
Ich schrie auf.
Sprang wie ein Flummi durchs Wohnzimmer.
Als der Schmerz langsam nachließ und meine Wut etwas verrauchte bemerkte ich, wie die Kids griensend vor mir standen.
Deniz mit einem Hammer in der Hand.
Der Kerl hat mir tatsächlich mit einem Hammer auf den großen Zeh geschlagen.
Unfaßbar!
Ich fragte ihn, warum er das getan hat.
Er antwortete:
„Papa, nun hast du aber kein Kopfaua mehr.“

Recht hatte er!