Von I. Mayer | OnlineZeitung24

Eine gute Idee war das einmal, eine Internet-Plattform für private Auktionen. Jeder konnte seine überzähligen oder nicht mehr benötigten privaten Dinge versteigern, für manchen Käufer kam das Schnäppchen gerade recht, und beide waren’s zufrieden.

Kinderkleidung, Autoreifen, Computerteile, alte Bücher, doppelte Geschenke zu Weihnachten wechselten so den Besitzer. Alles ganz legal, für manche Menschen wurde es sogar ein Hobby. Dafür bekam ebay Provision, warum auch nicht. Das Unternehmen wuchs, erschloß neue Geschäftsfelder, bot neuen Zusatznutzen für seine Kunden: Testberichte, Ratgeber und auch ein ebay-blog waren im Angebot. Freundschaften wurden geschlossen, neue Geschäftskontakte geknüpft, ein ganz neuer Lebensbereich entstand.

Bald aber kamen die „professionellen“ Verkäufer, genannt power-seller. Die privaten Verkäufer wurden zurückgedrängt und gepiesackt: sie durften nicht einmal mehr ihre Kunden bewerten, die Kunden jedoch durften mit Bewertungserpressung auch noch einen Extra-Rabatt herausschinden. Dann wechselten die ebay-Vorstände im Jahresrhytmus, und die privaten Verkäufer wurden mehr und mehr geknebelt.

Mittlerweile muß ein Verkäufer als Zahlungsmethode paypal anbieten (natürlich eine ebay-Tochter, neue Provisonen selbstverständlich), wenn seine Bewertungen durch Kunden unter einen von ebay festgelegten Schnitt sinken.

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