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Angela Merkel ist nach kurzem Todeskampf gestorben.

Und sie erlebt eine riesen Überraschung. Als Naturwissenschaftlerin hatte sie eigentlich damit gerechnet, dass die Bewusstseinsfunktionen aufhören. Aber statt dessen befindet sie sich plötzlich außerhalb ihres Körpers, schwebt ein wenig über sich, schaut sich von außen an. Doch in ihrem Zimmer eröffnet sich ein Tunnel, an dessen Ende ein helles, aber nicht blendendes buntweißes Licht zu sehen ist. Da hat sie genug von ihrem eigenen Anblick und schwebt durch diesen Tunnel.

Und am anderen Ende des Tunnels steht sie vor Petrus. Und der sagt ihr: „Angela, du hast ja doch so eine leidlich christliche Politik gemacht, und deshalb kannst du dir aussuchen, ob du lieber in den Himmel oder in die Hölle möchtest.“

Da bricht gleich wieder die Naturwissenschaftlerin in Frau Merkel durch, und sie sagt: „Petrus, du weißt doch, dass ich ein skeptischer Mensch bin. Bevor ich so eine schwerwiegende Entscheidung treffe, brauche ich noch ein paar Informationen.“

Und Petrus sagt: „Kein Problem, Angela. Hier sind zwei Türen. Die eine geht in den Himmel, die andere geht in die Hölle. Schau es dir einfach an.“

Mit einem schnippischen „Bis gleich!“ geht Angela Merkel in den Himmel. Sie befindet sich in einem weiten, hellen und warmen Raum, in dem überall freundliche und offenbar völlig zufriedene Menschen sind, die meistens singen und sie gar nicht weiter beachten. Die Luft ist erfüllt von köstlichen Düften. Da sagt sie sich, dass sie es hier schon aushalten könnte, wenn es auch ein bisschen langweilig ist.

Und wegen dieser Langeweile beschließt sie, auch einen Blick in die Hölle zu tun. Kaum macht sie die Tür zur Hölle auf, sieht sie lauter vertraute Gesichter an einem großen Tisch sitzen, sechzig Jahre Bundespolitik und Wirtschaftslobbyismus. Es wird gegessen, geredet, getanzt; die Stimmung ist ausgelassen und Angela wird sofort von zwei besonders üblen Wirtschaftsverbrechern willkommen geheißen, die mit einer Champagnerflasche winken.

Der Entschluss von Angela Merkel war völlig klar. Sie geht noch einmal raus und sagt zu Petrus: „Ich will in die Hölle“. Dann geht sie wieder rein und hört noch, wie die Tür hinter ihr abgeschlossen wird und sieht, wie diese Tür zu verschwinden beginnt.

Dann erst kann sie richtig in der Dunkelheit sehen. Das Fest ist verschwunden, stattdessen befindet sie sich in einer trostlosen, einsamen Wüstenlandschaft. Der Sand brennt unter ihren Füßen, aber der Rest des Körpers friert erbärmlich. Vor ihr ein stinkender See aus Eiter und Exkrementen, und sie hofft, dass sie davon nicht trinken muss, aber spürt sofort an ihrem Durst, dass sie vergebens hofft. Da schreit sie in Richtung der Tür: „Hey, Petrus, du Betrüger! Als ich hier eben reingeschaut habe, da sah das aber alles noch ganz anders aus.“

Und sie hört aus der Richtung der Tür die Stimme von Petrus: „Das war ja auch vor der Wahl“…

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