2008 sind mindestens 2.390 Menschen in 25 Ländern hingerichtet worden. 70 Prozent aller weltweiten Exekutionen fanden in China statt.

Positiver Trend

2008 haben Usbekistan und Argentinien die Todesstrafe verboten. Weltweit sind es inzwischen 138 Staaten, die die Todesstrafe per Gesetz abgeschafft haben oder in der Praxis nicht mehr anwenden.

Asien bleibt in dieser traurigen Bilanz weiter an der Spitze: China hat im Verlauf des letzten Jahres mindestens 1.718 Menschen hingerichtet – wobei die Dunkelziffer vermutlich um ein Vielfaches höher liegt. An zweiter Stelle rangiert der Iran (346) vor Saudi-Arabien. Der Iran war 2008 auch der einzige Staat, der Minderjährige hingerichtet hat. Obwohl Internationale Menschenrechtsverträge es verbieten, Todesurteile gegen StraftäterInnen zu verhängen, die zur Tatzeit das 18. Lebensjahr noch nicht erreicht hatten, sind acht Minderjährige in Iran exekutiert worden.

Auf dem amerikanischen Kontinent sind die USA das einzige Land, das regelmäßig Hinrichtungen vollstreckt. Allerdings rücken auch die Vereinigten Staaten weiter von der Todesstrafe ab: Als 15. US-Bundesstaat setzte New Mexico am 18. März 2009 einen Schlussstrich unter das staatliche Töten. Außerdem wurden 2008 so wenige Menschen in den USA hingerichtet wie seit 1995 nicht mehr.

Belarus (Weißrussland) ist der letzte Staat in Europa, der regelmäßig hinrichtet.

Trotz aller positiven Entwicklungen bleiben weiterhin große Herausforderungen bestehen. Denn auch 2008 haben 52 (2007: 51) Staaten insgesamt 8.864 (3.347) Menschen zum Tode verurteilt.

Nähere Infos auf Amnesty.de!

Advertisements