Von Klaus Wallmann sen. | Randzone | – “Hartz IV-Empfänger sind erstens mehr zu Hause, zweitens haben sie es gerne warm, und drittens regulieren viele die Temperatur mit dem Fenster.” Mit derlei “Sprüchen” wurde der ehemalige SPD-Finanzsenator in Berlin, Herr Sarrazin, berühmt-berüchtigt. Den Hartz-IV-Regelsatz fand er völlig ausreichend. Kürzungen im sozialen Wohnungsbau waren sein Beitrag im Kampf gegen Verschwendung.

Deshalb wäre es nur verständlich, wenn er auch bei einem renommierten Golfclub im Berliner Villenvorort Wannsee Geld sparen wollte. Laut zwei privaten Strafanzeigen soll Sarrazin seinem Golfclub ein landeseigenes Gelände zu einem viel zu niedrigen Pachtzins überlassen haben. Die Berliner Staatsanwaltschaft hat gegen Sarrazin Ermittlungen wegen Untreue eingeleitet. (Spiegel)

Bestätigt sich dieser Verdacht, so wäre das nach Schmidt (SPD), Guttenberg (CSU) und Merkel (CDU) innerhalb kürzester Zeit das nächste Schaustück bürgerlicher Doppelmoral. Während diese ehrenwerten Damen und Herren an allen Ecken und Enden “sparen”, wenn es um die Belange der Bevölkerung geht, greifen sie ungeniert in die Staatskasse, wenn es um die eigenen Interessen geht. Natürlich streng nach Vorschrift und ganz ordnungsgemäß.

Klaus Wallmann sen.

PS: Der gestrigen “Morgenpost” entnahm ich gerade folgendes “Argument”:
“Die Geschäftsführung des Golfclubs beteuert indes, keinen Vorteil aus dem Vertrag zu ziehen. Für die Finanzierung des Erbbaupachtzinses habe der Club ein Darlehen in Höhe von 3,1 Millionen Euro aufnehmen müssen. 160.000 Euro Zinsen zahle der Club jährlich allein dafür. Nach dem alten Pachtvertrag hätte man 90.000 Euro im Jahr Pachtzins zahlen müssen.”

Wie dumm muß man eigentlich sein, um einen Vertrag freiwillig so zu verändern, daß man anschließend 70.000 Euro mehr zahlt als vorher?

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