Die Staatsanwaltschaft Bonn beschlagnahmte sieben Rechner aus der Polizeiwache in Schleiden und dem Verkehrsdienst in Mechernich. Ein leitender Polizeibeamter ist seitdem krankgeschrieben.

Ein leitender Polizeibeamter wird verdächtigt, Kinderpornos auf seinem Dienstrechner gespeichert zu haben. Er wurde auf den Wachen in Schleiden und in Mechernich in der Eifel eingesetzt. Entsprechende Hinweise wurden auf Dienstcomputern gefunden, wie Landrat Günter Rosenke bestätigte. Die Verdachtsmomente waren offenbar so stark, dass die Staatsanwaltschaft Bonn ein Ermittlungsverfahren einleitete.

Am vergangenen Freitag fuhren deshalb Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft an den Polizeidienststellen in Schleiden und Mechernich vor, um sieben Computer zu beschlagnahmen. Der Beamte wurde zwar noch nicht vom Dienst suspendiert, ist aber zurzeit krankgeschrieben.

Offenbar waren die Dateien mit kinderpornografischem Inhalt im Rahmen einer Routinekontrolle aufgefallen, bei der die Dienstcomputer der Polizisten auf außerdienstliche Aktivitäten im Netz untersucht werden. Dass der unter Verdacht stehende Beamte möglicherweise im Rahmen von eigenen Ermittlungen auf die besagten Seiten im Internet geraten ist, dürfte ziemlich unwahrscheinlich sein, da der Beamte nur im Verkehrsdienst eingesetzt wird.

Ob der Polizist die Bilder, auf denen Kinder sexuell missbraucht oder nackt gezeigt werden, „nur“ angeschaut oder auch heruntergeladen hat, steht noch nicht fest. Es hängt wohl auch von der Art der Fotos ab, die er sich in seiner Dienstzeit ansah, ob Anklage erhoben wird oder ob es nur zu disziplinarischen Maßnahmen kommt. Staatsanwalt Fred Apostel bestätigte weitgehend die Angaben des Landrats.

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