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Vorwurf eines Interviewers an Craig Venter
(Genom-Pionier):
Sie spielen Gott!
Antwort:
Warum spielen?

Dieser Forscher plant, in den nächsten Jahren den Myclobacterium laboratorium zu schaffen. Ein künstliches Leben aus toter Marterie.
Die ersten Schritte auf diesem Wege wurden bereits getan. So im Jahr 2002, als es dem Team um den deutschen Virologen Eckard Wimmer gelang, das Erbgut eines Virus nachzubauen und vollständig zusammenzusetzen. Grund hierfür war es laut Wimmer, Krankheitserreger besser kennen zu lernen.

Prof. Eckard Wimmer, Wissenschaftler:
„Es gibt keine Möglichkeit, sich gegen diesen Fortschritt zu schützen. Es gibt keine Möglichkeit, Fortschritt einzudämmen. Und deshalb hat das Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten die Neusynthese des Virus finanziell unterstützt und sie waren sehr daran interessiert, dass die Arbeit gemacht wird.“

Ein künstliches Leben war es noch nicht, den hierfür benötigt man eigenen Stoffwechsel und Leben kann sich fortpflanzen. Dieser zusammengebastelte Polio-Virus konnte beides noch nicht.

Dafür konnte Venter bereits ein Bacterium zusammensetzen. Dessen Erbgut ist 100 mal größer als ein Viruserbgut. Dieses künstliche Erbgut verpflanzte er in eine Zellhülle. Schafft er dies mit von Menschen erdachtem Erbgut, wäre es künstliches Leben.

Mittlerweile treffen sich jedes Jahr Biobaumeister an der M.I.T in Massachusetts zum Bastelwettbewerb.
Die Firma BioArts in Regensburg verkauft sogar schon Bauteile aus DNA an die Biobaumeister der „Synthetischen Biologie“ . Biokonstrukteure streben in Zukunft an, aus Biobricks komplizierte Strukturen zu erstellen. So sollen Lebewesen maßgeschneidert für bestimmte Aufgaben produziert werden.

Unterdessen beginnt die Diskussion um diese Grenzwissenschaft.

Beispielfragen wären unter anderem:
-können künstliche Organismen zu einer ökologischen Katastrophe führen?
-könnten Menschen Krankheitserreger konstruieren?
-darf der Mensch Schöpfer werden?

Der schweizer Philosoph Andreas Brenner:
Künstliches Leben kann es nicht geben.
Nur Leben!

Für mich stellt sich die Frage, ob die Gefahr dieser Wissenschaft nicht höher einzuschätzen ist, als ihr Nutzen. Vorteile wären aus meiner Sicht als Laie, die Bekämpfung von Krankheiten, Ersatzteile für Menschen oder Herstellung von Nahrungsmittel usw.. Aber wäre dies alles nicht ein elimentärer Eingriff in die Evolution, die alles regelt? Greifen wir nicht schon genug in die Natur ein? Wenn ich mir in meiner Fantasie ausmale was der Mensch alles an Mißbrauch mit dieser Wissenschaft betreiben könnte, dann steigt meine Abneigung.

Aber wie gesagt, ich bin ein Laie. Vielleicht hat jemand von denen, die diesen Artikel lesen andere Denkanstöße.

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