Russland verstärkt Truppen im Nordkaukasus.

Eine 3800-köpfige Brigade soll aus dem Moskauer Militärbezirk in die Region verlegt werden.

Es handelt es sich um eine der beiden Brigaden, die aus der Reform der bei Moskau stationierten Tamanskaja-Division hervorgegangen sind.

Die geplante Truppenverlegung in den Kaukasus soll nichts mit den jüngsten Terroranschlägen in der Region zu tun haben. Es handle sich um eine seit langem beschlossene Truppenverstärkung im Kaukasus. Gegen die Terroristen soll nicht die Armee kämpfen, sondern Spezialeinheiten des Innenministeriums und des FSB.

Trotz der zunehmenden Terroranschläge im Nordkaukasus hat sich Präsident Dmitri Medwedew gegen „außerordentliche“ Maßnahmen ausgesprochen.

„Natürlich reichen die getroffenen Maßnahmen nicht aus. Wären sie ausreichend, wäre die Situation ruhig“, sagte Medwedew am Mittwoch in der mongolischen Hauptstadt Ulan-Bator.

In den vergangenen Monaten habe sich die Situation im Nordkaukasus zum Schlechteren gewendet. Das sei sowohl auf zunehmende extremistische Aktivitäten als auch auf Fehler der Sicherheitsbehörden zurückzuführen.

„Ich denke nicht, dass die Situation außerordentliche Entscheidungen erfordert. Gewisse Akzente sollen aber gesetzt werden“, sagte der Kreml-Chef.

Insgesamt acht Polizisten waren bei drei Anschlägen in Tschetschenien getötet worden. Ein verheerender Selbstmordanschlag in Inguschetien hatte Anfang der vergangenen Woche 21 Todesopfer gefordert.

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