Die Erwerbslosen bitten um Unterstützung: hat schon jemand von der Überprüfung zur Konkurrenzfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt gehört? Das ist ein psychologischer Test, der in Wahrheit ein Intelligenztest ist. Damit werden Arbeitslose als „geistig behindert“ eingestuft, wie Monitor berichtete.

„Doris Kruse ist ein Kämpfertyp. Sie ist stolz darauf, dass ihre beiden Töchter, die sie allein groß gezogen hat, einen Arbeitsplatz haben. Genau den hat sie nicht. Beim Einkaufen muss sie deshalb immer genau auf die Preise gucken. Arbeitslos ist sie schon seit vielen Jahren. Nach etlichen 1-Euro-Jobs schreibt sie immer wieder neue Bewerbungen. Doch damit soll sie jetzt aufhören, meint ihre Agentur für Arbeit, und das, obwohl sie noch gar keinen neuen Job hat. Vor sechs Wochen bekam sie plötzlich einen Bescheid. Darin teilt ihr die Arbeitsagentur mit, sie sei ab jetzt „dauerhaft geistig behindert“ – laut Gutachten nach Aktenlage.“

Das ist eine Erniedrigung. Mir kommt die Frau nicht „geistig behindert“ vor. Sie hat es geschafft, alleine zwei Kinder zu erziehen, die nun Steuerzahler sind, hat gearbeitet bis sie arbeitslos wurde, stand als 1-Euro-Jobberin zu Verfügung und wäre bereit jede Arbeit anzunehmen, um sich aus dem Behördendilemma zu befreien. Nur weil jemand etwas „einfacher“ gestrickt ist, ist er noch längst nicht „behindert“. Menschen wie sie haben meist das Herz auf dem richtigen Fleck und sind mir persönlich wesentlich lieber, als die verurteilende besserwisserische intellektuelle „Experten“bande.

Wer als „geistig behindert“ erklärt wird, landet in der Behindertenwerkstatt. Das Arbeitslosengeld kann eingespart werden und es fällt wieder einer aus der Statistik heraus. Laut dem Landschaftsverband Rheinland werden immer mehr Menschen ungerechtfertigt von der Bundesagentur für Arbeit in Behindertenwerkstätten geschickt.

Aus Berichten von Erwerbslosen ist uns bekannt, mit welcher Willkür die Amtsärzte vorgehen und genau diese Willkür zeigt der Monitorbericht auf.
Liebe Blogger, wir und die Erwerbslosen bitten um weite Verbreitung solcher Praktiken, also Piratenlizenz.

Quelle:kinder-alarm.blogspot.com

Dank an Netzwerkpartner lumperladen.de für den Hinweis zu diesem Artikel !

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