Als Vater von mehreren Kinder, interessiere ich mich selbstverständlich für die weitere Entwicklung meiner Kids. Unteranderem ist das Milieu in dem sie sich bewegen und in Zukunft eventuell bewegen werden, für mich von interesse. Dazu gehört auch das Thema Jugendkriminalität.
Ich habe hier kurz und prägnant ein paar Fakten zusammen gestellt. die als Anhaltspunkte für weitere Gedankenansätze dienen können.

Als sicher gilt, dass die Fälle mit schwerer Körperverletzung im Jugendbereich ansteigend sind.

Aber und es ist ein großes aber, bereiten nur 5% der aller Jugendlichen juristische Probleme und davon ein noch kleinerer Teil begeht Straftaten. Das lässt mich als Vater aufatmen. Was sich halt in den letzten Jahren geändert hat ist, dass mehr Konflikte zur Polizei getragen werden.

Warum werden mehr Taten von schwerer Körperverletzung begangen?

Argumente sind, dass in der Gesellschaft mehr Gewalt eingesetzt wird. Mehr Konkurrenzdruck, mehr schwindende Chancen vor allem bei Jugendlichen. Ellbogenmentalität ist mittlerweile weit verbreitet.

Jugendgewalt hat hauptsächlich soziale und schulische Ursachen Also sollte man dort auch ansetzen.

2008 sank die Zahl der begangen Straftaten durch Kinder (unter 14) um 2,2% auf 3.041 Fälle. In der Gruppe der 14 bis 18 Jährigen sank sie um 2,4% auf 7.795. Bei ausländischen Jugendlichen ist ein Rückgang um 2,4% zu verbuchen.

Es ist bewiesen, dass Bildung gegen Jugendkriminalität vorbeugend hilft.

Bereits in Grundschulen wird intensiver Gewaltächtung und Respekt vor dem Anderen vermittelt. Auch das Bild vom gewalttätigen Migrantenjungen ist überzeichnet, ihre Straftaten werden halt öfters angezeigt als die von deutschen Jugendlichen.
Beispiel Hannover: Hier stieg der Anteil der Türken an Klassen von Realschulen und Gymnasien von 50% auf 70%. Die Quote der Mehrfachtäter unter ihnen hat sich parallel halbiert.Natürlich wer zuhause Gewalt vermittelt bekommt, gibt dies auch meist in der Schule weiter. Leider tritt dies vermehrt in patriarch geführten Familien auf. Dieser Effekt potenziert sich an Hauptschulen. Das liegt daran, dass deutsche Schüler vielerorts in der Minderheit sind. Geradezu prädestiniert scheinen für eine bessere Integration von Migranten Gesamtschulen zu sein. Hier wird das soziale Verhalten verstärkt geübt, sowie dass das gegenseite Kennenlernen und das Respektieren.

Wer zuhause kein soziales Verhalten lernt, hat nur noch in der Schule die Möglichkeit die Chance dies zu lernen und zu korrigieren.

Damit kann man potenzielle Gewalttäter auffangen. Später wäre der Aufwand wesentlich größer, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist. Woran außer an Gewaltpräventation gearbeitet werden sollte an Schulen, ist die enorme Ausländerfeindlichkeit.

Fazit: Bildung hilft auch gegen Gewalt. Ist die Gewalt geringer, profitiert die Bildung und damit die Gesellschaft.
Das ist gut für unsere Demokratie.

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