Die Schweinegrippe ist in aller Munde und einigen tausend Körper. Nun kommen aus China Meldungen über den Ausbruch der Lungenpest. Am 07.08.09 waren bereits drei Männer verstorben und ein Dutzend infiziert.

Daraufhin wurde die 10.000 Einwohner zählende Stadt Ziketan in China wurde komplett unter Quarantäne gestellt.

Diese Nachricht hat mich doch erschrocken. Die Pest! In der heutigen Zeit!

Ich habe hier kurz ein paar Infos zum Thema Lungenpest zusammengestellt.

Die Lungenpest ist die seltenste Form der 4 Pestarten. Sie wird via feine Tröpfchen über die Atemluft von Mensch zu Mensch übertragen. Die Pestsepsis ist die Folge der Infektion (Fieber, Lethargie, Verwirrtheit, Milz- und Lebervergrößerung und Nierenversagen). Ohne Behandlung sterben die meisten Infizierten innerhalb 24h. Die Beulenpest wird durch den Stich eines Flohs oder den direkten Kontakt mit infizierten Nagern übertragen. Die WHO spricht von 1.000 bis 3.000 Fälle jährlich. Wird die Beulenpest nicht behandelt , liegt die Sterblichkeitsrate bei 50% und bei einer Pestsepsis und der Lungenpest bei 100%. Bei schneller Diagnose lassen sich die Keime mit Antibiotika behandeln.

Zur Zeit besteht keine Gefahr der Pandemie, da die Faktoren dafür nicht gegeben sind, die wären: Resistenz der Bakterien gegen Medikamente, der hygienischen Verhältnisse und der Bekämpfung der lokalen Zwischenhirte.

Geraten genügend Bakterien in die Blutbahn bei einer Infektion, sodass die körpereigene Abwehr geschwächt wird, kommt es zu einer Sepsis (Blutvergiftung).

Die Lungenpest ist noch nicht vollständig erforscht. Das liegt daran, dass sie zu selten vorkommt. Ausbreitungsmuster und ansteckungswege gleichen denen einer Influenza. Wie aber schon beschrieben, ist die ausbreitung sehr spezifisch. Was man weiß ist, dass cirka 200 verschiedene Säugetierarten den Erreger übertragen können. In der heutigen Zeit meistens durch Schoßtiere wie z.B. Katzen.

Da die Pestbakterien sehr schnell an der Luft Luft absterben, beträgt der kritische Abstand zu einem Gesicht eines Infizierten 30cm. Was eine Ausbreitung erschwert, ist auch dass die Kranken sehr schnell versterben. Die Inkubationzeit beträgt 1 bis 3 Tagen, bei einer Sterblichkeitsrate von 95%. Der ansteckungsgefährliche Bluthusten tritt erst am Ende der Krankheit auf.

Im Schnitt sterben die Infizierten 8 Tage nach Ansteckung bei Nichtbehandlung.

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