In einem Artikel habe ich bereits über die Radikalisierung des Rechtsextremismus geschrieben.
Nun habe ich mir den Linksradikalismus mal zum Thema genommen. Ich denke, jede Art von Radikalismus gehört strengstens von jedem, der die Demokratie schützen möchte, beobachtet.

Der Linksextremismus ist eine Bezeichnung für antidemokratisches Gedankengut, die die Herrschaft des Menschen über den Menschen ablehnt. Es gibt hier verschiedene Strömungen, wie den Anarchismus oder verschiedene Spielarten des Kommunismus. Die Einhaltung demokratischer Regeln sind im Theoretischen und in der Praxis nicht gegeben. Auch der Kapitalismus wird streng abgelehnt. Demokratie und Kapitalismus sollen durch eine egalitäre Gesellschaft ersetzt werden. Die als linksextrem eingestuften Gruppen bezeichnen sich selbst als radikale Linke.

Von Medien und Behörden wird der Begriff „Linksextremismus“ seit den 70er Jahren verwendet. Laut Eckhard Jesse, Politwissenschaftler, fallen unter diese Sammelbezeichnung Anarchisten, autonome Gruppen (bei ihnen ist die Grenze zum Terrorismus fließend) und die verschiedenen Arten des Kommunismus. Jesse sagt weiter, dass es bei allen Differenzen eine prinzipielle Wesensgleichheit von Links- und Rechtsextremismus gibt. Beide lehnen das auf Meinungspluralismus basierende Mehrparteiensystem und damit das Recht auf Opposition ab. Beide Extremismen denken in Stereotypen wie Freund/Feind Bild. Dogmatismus und Missionsbewußstsein sind beiden auch zu Eigen. Beide Extremismen kämpfen gegen-, als auch untereinander.

Der Linksextremismus lehnt auch den demokratischen Verfassungsstaat ab. Aber nicht aus der Verneinung der Menschengleichheit wie bei den Rechtsextremen, sondern aus dem Gleichheitsgrundsatz heraus.

Es bildeten sich auch Gruppen, die den bewaffneten Kampf gegen die rechtsstaatliche Demokratie aufnahmen. Sie führten Bombenanschläge durch, vollzogen Entführungen und schreckten auch vor Mord nicht zurück.
Der Bundesverfassungsschutz rechnete 2006 etwa 30.700 Personen zum Linksextremismus. (2005:30.600)
Den „mg“ und den „Antideutschen“ werden sogar terroristische Ansätze nachgesagt. 2006 gab es 5.363
Straftaten mit linksextremistischen Hintergrund (2005: 4.898 ). Die Zahl der linksextremistischen Straftaten ist stets geringer als die der Rechtsextremen. Grund hierfür sind die Propagandadelikte, die 2008 82,6% der rechtsextremen Straftaten ausmachten. Ein Pendant für die linksextreme Seite kennt das StGB nicht.

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