Vielen Dank an den Muslim-Markt, dass ich diesen Artikel hier veröffentlichen darf!

Von Yavuz Özoguz am 03. August 2009 11:47:36:

Als Antwort auf: Verhöhnt Schalke 04 Prophet Muhammad? von Yavuz Özoguz am 28. Juli 2009 15:00:45:

Die Bild-Zeitung füllt ihr Sommerloch mit Kulturkampf um Schalke
Wie wir heute durch gleich mehrere Anrufe von Fernsehsendern erfahren haben, hat die Bild-Zeitung den Schalke-Artikel offenbar dazu missbraucht, den Kulturkampf einmal mehr anzuheizen. Die nutzen anscheinend jede “Gelegenheit“ dazu, Menschen gegeneinander aufzuhetzen in dem Stil von Schulhofrabauken, die sich um Prügelnde scharen, um „Hautse hautse, immer in die Schnauze“ zu rufen.

Der Muslim-Markt engagiert sich stets gegen den “Kulturkampf“. Daher ist es von Bedeutung zu erkennen, was der Hintergrund des Artikels war. Gleich mehrere eher „wahhabitisch“ orientierte Gruppierungen, aber auch einige durchaus sachliche türkische und andere seriöse muslimische Gruppen aus Bochum und Umgebung haben jenes uralte Lied zu einer Riesenkampagne im Internet gestartet. Wie nicht anders zu erwarten wurde Schalke daraufhin mit Mails nur so überhäuft. Und es wäre noch viel mehr gewesen, hätte der Muslim-Markt nicht frühzeitig reagiert.

Der Muslim-Markt sitzt im Zentrum all dieser Aktivitäten. Wir bekommen solche Entwicklungen stets von erster Hand und sehr früh mit und reagieren! Unsere Methode, aus nunmehr immerhin 10 Jahren Erfahrung im Muslim-Markt solche falschen Kampagnen abzufangen, besteht darin, dass wir uns an die “Spitze“ solch einer Bewegung setzen und sie dann “umlenken“ helfen in eine für alle Beteiligten sinnvolle und nützliche Richtung. Andere wollten eine fürchterliche Hass-Kampagne starten, aber wir waren – Dank unserer vieler Sympathisanten, die uns rechtzeitig informieren – schneller! Und da wir zu den meistgelesenen muslimischen Seiten gehören, haben wir sowohl den Massen- als auch Zeitvorteil in diesem Fall genutzt und die Kampagne abgefedert.

Natürlich mussten wir auf die scheinbare Beleidigung eingehen. Denn viele der heute “Beleidigten“ waren 1963, als das Lied geschrieben wurde, noch gar nicht geboren. Damals waren es die Kumpel, die gemeinsam schwarz untertage arbeiteten, die Schalke-Fans waren; Christen und Muslime gemeinsam in einem Knochenjob! Man hat gemeinsam geduscht und gemeinsam gelebt! Fußball war noch nicht kapitalistisch durchorganisiert! Und vom 11. September wusste niemand etwas! Damals waren jene Passagen eine Verbrüderung von Muslim und Nichtmuslim unter dem Dach eines Vereins, der die Freizeit mitgestaltete. Und im damaligen Kontext waren jene Passagen des Liedes keine Beleidigung, sondern eine Verbrüderung! Heute aber, im Kontext der heutigen Zeit, können solche Passagen leicht missverstanden werden. Unser Anliegen war es, jene Energie des “Protestes“ in eine vernünftige Bahn zu lenken.

Was haben wir denn geschrieben? Erstens haben wir darauf aufmerksam gemacht, dass die Beleidigung Muhammads gar nicht so groß war (angesichts des Libuda-Beispiels). Zweitens haben wir die Energie, die jetzt viele Muslime durch jene Kampagne aufbauen werden, in einen einfachen höflichen Brief umgelenkt. Und drittens haben wir auch Schalke die Chance gegeben, sich mehr mit seinen Fans zu beschäftigen und solch unnötige und heute unsinnige Textteile problemlos zu entfernen, ohne dass es irgendwelche Probleme gibt. Denn schließlich singt sie ohnehin niemand, und außerdem kann ja Schalke nach über vier Jahrzehnten auch einmal ein neues Lied komponieren. Aber selbst wenn das alte Lied bleibt, ist es nicht weiter schlimm! Dass haben alle unsere Stammleser in unserem Text herausgelesen und entsprechend gab es hier auch keine Reaktionen im Forum!

Wer den Text bis zu Ende durchgelesen hat, wird festgestellt haben, dass die Kritik an Muslimen im Text viel schwerer wog, als an Schalke! Und den Teil haben jene verstanden, die die Kampagne gestartet haben, denn die lesen bei uns.

Es war unsere Absicht um Gottes Willen dazu beitragen zu können, unnötigen Ärger zu vermeiden in einer Atmosphäre, in der einige Hitzköpfe nur Ärger suchen. Bei Mitarbeitern der Bild-Zeitung sind aber ernsthafte Zweifel angebracht, ob sie jemals einen Text zu Ende lesen. Zugegebenermaßen haben wir auch das Sommerloch unterschätzt, dass solch ein Thema in die Bild-Zeitung manövriert und dann u.a. RTL uns zu einem Interview vor der Kamera bitten lässt. Wir haben das Interview abgelehnt, da wir wissen, wie so etwas zusammengeschnitten wird. In Kombination mit irgendeinem Politiker, der seinen Islamhass ausdrückt und einem “Islamexperten“ werden die Muslime nur verunglimpft. Dafür wollten wir nicht mithelfen!

Wer aber die Meinung des Muslim-Markt wissen will, kann sie hier lesen. Insofern sind wir dankbar für die kostenlose Werbung. Dass wir aber keinerlei Abneigung gegen Schalke wegen dem Lied haben, kann man allein daran ersehen, dass wir nie zu einem Boykott gegen Schalke aufgerufen haben! Unsere aktuelle Boykottliste steht im Internet und kann von jedem jederzeit überprüft werden. Und wir hätten auch nichts dagegen, dass Schalke Vizemeister wird, wenn der Vorstadtverein von Delmenhorst namens Werder Bremen Meister wird.

Bild-Zeitungslesern, die aufgrund des Bild-Artikels zu uns gefunden haben, empfehlen wir ihre wertvolle von Gott geschenkte Zeit nicht so schädlich zu nutzen für ein Blatt, dass offenbar jeden Konflikt lieber schüren als lindern, lieber vergrößern als verkleinern mag.

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