Die extreme Rechte radikalisiert sich.

Laut Verfassungsschutz, nimmt die Zahl der offen auftretenden Neonazis zu. Die gewaltbereiten und radikalen Cliquen in der Rechtsextremenszene haben einen großen Zulauf, vor allem bei Jugendlichen.

Die Anzahl der Rechtsextremen in der BRD ist auf cirka 30.ooo gesunken im Jahr 2008, das sind 1000 Personen weniger als seit der letzten Schätzung. Wer denkt, dies sei ein Erfolg irrt. Denn die Zahl der öffentlich auftretenden Neonazis ist gestiegen. Bundesweit von 4400 auf 4800. Dies geht aus dem Bericht des Landesamtes für Verfassungsschutz in Baden-Württemberg hervor.

Die rechtsextremen Parteien leiden unter Mietgliederschwund.
Die NPD verlor 200 Mitglieder und liegt nun bei 7000. Dies deckt sich mit den Informationen der Partei. Die Zahl der DVU-Mitglieder sank laut Verfassungsschutz deutlich von 7000 auf jetzt 6000 Personen.

Andere Erscheinungsformen des Rechtextremismus.
Zur rechtsextremen Skinheadszene können 9500 Personen gezählt werden, also ungefähr 500 weniger als im Vorjahr.Trotzdem ist der Rechtextremismus für Jugendliche attraktiv, nur halt in anderer Erscheinungsform.

Beispiele für solche neue Erscheinungsformen.
Der baden-württembergische Landesverband der Jungen Nationaldemokraten (JN, die Jugendorganisation der NPD) konnte seit 2005 seine Mietgliederzahlen mehr als verdoppeln.
Eine weitere neonazistische Gruppierung mit großem Zulauf sind die Autonomen Nationalisten.
Sie gelten als besonderst gewaltbereit.

Die Republikaner.
Die Zahl der Rechtsextremisten insgesamt hat sich seit 1993 im Bund halbiert.
Dabei muss berücksichtigt werden, dass die Republikaner seit 2007 nicht mehr gesondert in den Verfassungsschutzberichten aufgeführt werden. Dadurch ist die Zahl der Personen, die der Verfassungsschutz als Rechtsextremisten einstuft, von 2006 auf 2007 auf einen Schlag um 6000 Personen gesunken

Deutlich höhere Zahlen?
Die Angaben des Verfassungsschutzes zum rechtsextremen Personenpotenzial – die ohnehin zumindest teilweise auf Schätzungen beruhen – wurden zuletzt kritisch hinterfragt. Der Kriminologe Christian Pfeiffer war in einer Studie zu deutlich höheren Zahlen gekommen als der Geheimdienst. Demnach ist jeder zwanzigste Neuntklässler in einer „rechten Gruppe“. Daraus ergeben sich insgesamt Zahlen von mehreren Zehntausend Mitgliedern bei „rechten Gruppen“.

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