Eine Chipkarte kennt jeder.

In Form von Krankenversicherten- , EC- und Kreditkarte oder auch Führerschein und Kundenkarte von Tankstellen oder Supermarktketten. Es gibt sie von primitiv bis intelligent.

Die Einfachsten sind die Rabattkarten. Auf ihnen sind lediglich Kundennummer und Namen gedruckt. Dann kommen schon Kreditkarten und alte EC-Karten mit Magnetstreifen, die einen Speicher haben, der ausreicht Namen, Adresse und Kundennummer abzuspeichern. Die richtig intelligenten Karten haben ein vergoldedes Feld mit Kontakten. Dies ist dann ein Chip, der die Karte zu einer Smartcard macht. In diesen Chips wird immer mehr “Intelligenz” verbaut. Stellenweise sind es schon kleine Rechner.

Der nächste Schritt der Entwicklung sieht vor, dass sich zu Speicherchip und Prozessor ein Funkmodell gesellt. Dann könnten kontaktlose Datentransfers stattfinden. Zur Sicherheit werden die Informationen per Verschlüsselungscode von bis zu 2048 Bit Länge verschlüsselt.

Ab November 2010 wird der elektronische Personalausweis eingeführt.
Die öffentlichen Diskussionen um den gläsernen Bürger waren im Vorfeld, als die Entscheidung für die Einführung am 13. Februar 2009 den Bundesrat passierte, gering. Laut Fraunhofer Institut SIT, könnten dann alle Amtsgeschäfte von zu Hause aus sicher und benutzerfreundlich durchgeführt werden. Beispiele wären Datentransfers mit dem Meldewesen, Finanzamt und Rentenversicherung. Der Schriftverkehr zwischen Behörden und Bürger soll nur noch digital stattfinden. Gesetze und vorhandene Technologien sind allerdings keine Garantien für die rasche Einführung.
Beispiel: die Gesundheitskarte. Auf ihnen sollen alle Patientendaten gespeichert werden. Der digitale Zugriff soll angeblich Milliarden einsparen. Noch ist aber nicht geklärt, wer die Einführung der Karten bezahlen soll. Auch sind die Sicherheitsbedenken noch zu groß.
Trotzdem sind viele Fachleute der Meinung, dass Smartcards einen Siegeszug antreten werden. Siehe Japan, dort sind sie bereits weit verbreitet.

In mittelfristiger Zukunft werden wohl auch die Smartcards abgelöst werden. Durch die Zusammenführung von Handy und Smartcard. Das Handy wird dann zur Brieftasche. Die Gefahren hierbei sind offensichtlich. Es könnten in Kombination mit handyeigenen GPS-Modulen Profile erstellt werden, wie z.B. Konsumverhalten oder auch ganze Bewegungsprofile der Handynutzer. Diese Profile könnten verkauft werden oder zur Überwachung genutzt werden.

Ich für meine Person werde auch in Zukunft sehr vorsichtig bei der Weitergabe meiner persönlichen Daten sein.

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